Material
Isländische Wolle (Lopi)
Lopi ist die Wolle, die den Islandpullover so unverwechselbar macht. Sie stammt von isländischen Schafen und verbindet robuste Außenfasern mit wärmender Unterwolle.
Aufbau der isländischen Wolle
Die Wolle isländischer Schafe besteht vereinfacht aus zwei Faserarten. Das äußere Deckhaar ist länger, kräftiger und widerstandsfähig. Die feinere Unterwolle isoliert und speichert Wärme. Zusammen entsteht ein Material, das gut zu Wind, Kälte und Feuchtigkeit passt.
Plötulopi, Léttlopi und Álafosslopi
Lopi gibt es in verschiedenen Formen und Stärken. Welche Wolle verwendet wird, beeinflusst Gewicht, Wärme und Struktur des Pullovers.
| Wollart | Kurz erklärt |
|---|---|
| Plötulopi | Unversponnene, empfindlichere Wolle in Plattenform; leicht und sehr ursprünglich im Griff. |
| Léttlopi | Leichtere, gesponnene Lopi-Wolle; häufig für klassische Islandpullover verwendet. |
| Álafosslopi | Dickere Lopi-Wolle; geeignet für sehr warme, kräftige Strickstücke. |
Warum Lopi ideal für Islandklima ist
Island ist windig, feucht und kühl. Kleidung muss wärmen, darf aber bei Bewegung nicht sofort unangenehm werden. Lopi passt gut in dieses Umfeld, weil die Wolle isoliert, Feuchtigkeit regulieren kann und bei leichter Nässe nicht sofort ihre Funktion verliert.
Diese Materialeigenschaften erklären viele typische Eigenschaften von Islandpullovern: Wärme, Atmungsaktivität, Robustheit und natürliche Wasserabweisung.